Interview

 

Das wichtigste bei einem Interview ist Ihre Vorbereitung. Kandidaten disqualifizieren sich immer wieder selbst, indem sie unvorbereitet zu einem Interview erscheinen. Setzen Sie deshalb alles daran, dass Sie nach dem Interview sagen können: "Ich hätte mich nicht besser vorbereiten können".

 

Vorbereitung

Wenn Sie zum Interview eingeladen werden, dürfen Sie sich freuen. Sie gehören damit bestimmt zu den 10 besten Kandidaten. Kein Unternehmen hat heute Zeit mehr als 10 Kandidaten für eine Stelle zu sehen. Zu Ihnen Vorbereitungsaufgaben gehören somit folgende Punkte:

 

  • Anfahrtsweg planen und Zeitpuffer einplanen

  • Garderobe am Vorabend bereitlegen inkl. Schuhe

  • Komplettes Bewerbungsdossier mitnehmen 

  • Stellenbeschrieb mitnehmen

  • Geschäftsbericht durchlesen und mitnehmen und/oder von Unternehmenswebsite Infos ausdrucken und anleuchten

  • Fragen vorbereiten

 

Bewerbungsdossier

Ihr Bewerbungsdossier nehmen Sie aus zwei Gründen mit: zum einen damit Sie eine Gedankenstütze haben. Oft startet das Interview mit Fragen zu Ihrem Lebenslauf. Da kann es peinlich werden, wenn Sie nicht mehr exakt wissen, wann Sie von ABB zu Siemens gewechselt haben. Zum anderen passiert es immer wieder, dass eine Person spontan zum Interview hinzukommt, die nicht vorgehsen war und Ihren Werdegang nicht kennt. Ihr können Sie zumindest Ihren Lebenslauf aushändigen.

Überlegen Sie sich clevere Fragen, die Sie nicht aufgrund des Gschäftsberichts oder der Website selbst hätten beantworten können. Gute Fragen zielen z. B. auf das Team, was Ihre dinglichsten Aufgaben wären in den ersten 100 Tagen oder was Ihr Vorgesetzter konkret von Ihnen erwartet.

 

Fragen vorbereiten

Bereiten Sie sich ebenfalls auf Fragen vor. Die gängigen Fragen nach Stärken, Schwächen, Wechseln etc. können Sie gut vorbereiten. Überlegen Sie sich zu jeder Position, warum Sie dort hin sind, was Sie gemacht haben und warum Sie wieder dort weg sind. Zudem sollten Sie sich perfekt auf zwei Fragen vorbereiten, die praktisch in jedem Interview in irgendeiner Form kommen und bei denen Sie inbesondere bei der zweiten Fragen punkten können:

 

1. Warum wollen Sie Ihren Arbeitgeber verlassen?

2. Warum sollten wir Sie nehmen?

 

Bei der zweiten Frage lassen Sie bitte jeglche Adjektive weg. Wir sind alles flexible und unternehmerisch denkende Teamplayer. Das ist kein USP von Ihnen! Sobald diese Frage gestellt wird, haben Sie hoffentlich erkannt, was das Bedürfnis Ihres Gegenübers ist. Formulieren Sie also eine nutzenorientierte Antwort und bleiben Sie bei harten Fakten!

 

Verhalten 

Sobald Sie von einem Assistenten in den Sitzungsraum begleitet werden, nehmen Sie dort Platz, wo Sie die Tür im Blickfeld haben. Legen Sie dann Ihre Mappe offen auf den Tisch und bleiben Sie stehen! Wenn Sie stehen, wirken Sie ganz anders als im Sitzen, zudem sind Sie bereit für den Handshake. Damit wirken Sie besser, als jemand, der sitzt und erst aufstehen muss. Es geht schliesslich um den ersten Eindruck.

 

Praxisbeispiele - keine Theorie

Auf Fragen Ihres Gegenübers versuchen Sie bitte stets mit Praxisbeispielen zu antworten. Ein professioneller Interviewer wird dies erkennen und zu schätzen wissen. Wer nur mit Theorie antwortet, disqualifiziert sich. Halten Sie sich bei Ihren Antworten an ein einfaches Schema: STAR. Sie erzählen zuerst die Ausgangssituation (S für Situation), dann das Ziel, das Sie sich gesetzt haben (T fürTarget) und anschliessend was Sie konkret umgesetzt haben (A für Action). Letztendlich das Resultat (R für Resultat). Wenn Sie sich an dieses einfach Schema halten, kann Ihnen Ihr Gegenüber prima folgen und Sie erzählen stets ein Praxisbeispiel. Üben Sie solche Beispiele im Vorfeld: Was war das beste Projekt der letzten 24 Monate? Wo hatten Sie eine anspruchsvolle Führungssituation? Welche Entscheidung bereuen Sie? 

 

Sprechen Sie immer in der Ich-Form und nicht mehr mit "wir". Der Interviewer will Sie kennen lernen und nicht ihr Team.

 

Denken Sie daran, dass Sie Ihre Aussagen je nach Gesprächspartner justieren müssen. Mit Peers sollten Sie tendenziell eher über operative Themen sprechen, mit Vorgesetzten sowohl strategisch als auch operativ und mit Verwaltungsräten eher strategisch.

 

Was ebenfalls oft vergessen geht: ein zweites und jedes weitere Interview ist stets wichtiger als das Vorhergehende. Sie müssen sich jedes Mal steigern, da auch Ihre Mitbewerber mit jedem Mal weniger werden aber dennoch mindestens gleich gut auf die Stelle passen wie Sie.

 

Damit sind Sie perfekt vorbereitet. Sie sind nervös? Gut - das zeigt, dass Ihnen das Interview wichtig ist. Viel Erfolg!

 

 

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